Bereits am Vorabend freute sich der Ort über zahlreiche Besucher bei der „Vorkirwa“. In der noch angenehm frischen Dunkelheit des Morgens, um 4.30 Uhr, brach eine entschlossene Gruppe von 28 Windbergern auf. Ihr Ziel: die Wallfahrtskirche St. Hermann, rund 40 Kilometer entfernt. Stunde um Stunde trugen sie ihre Beine über Hügel, durch Wälder und Dörfer – begleitet von Gebeten und Gesängen. Gegen 16 Uhr erreichten sie erschöpft den Empfangspunkt am Anwesen Rager, wo die Vorstandschaft des Wallfahrts- und Fördervereins sie in Empfang nahm. Gemeinsam zogen sie betend zur Kirche, deren festlicher Glockenklang den langen Pilgerweg feierlich beschloss. Am kühlen Brunnen stillten die Wallfahrer ihren Durst, im Schatten der Bäume fanden sie Erholung. Als Andenken an die Wallfahrt erhielt jeder Teilnehmer ein sorgfältig gearbeitetes kleines Holzkreuz – ein stilles Symbol für Gemeinschaft und Glauben.
Der festliche Gottesdienst in der 1653 errichteten Wallfahrtskirche, würdevoll zelebriert von Pater Paul Ostrowski, wurde von Damir Bedrina an der restaurierten und nun wieder in vollem Klang erstrahlenden Orgel begleitet. Mit dem gemeinsam gesungenen St.-Hermann-Lied klang die Feier aus, bevor sich die Pilger in der Pledl-Halle stärkten.
Spürbar gelebt wurde das alljährliche Patronatsfest am Namenstag des heiligen Laurentius. Gläubige aus Nah und Fern machten sich auf den Weg zur ersten „Hirmo-Kirwa“. Am mit Liebe zum Detail gestalteten Infostand des Wallfahrts- und Fördervereins gab es geschnitzte Holzkreuze, Kerzen und Gespräche rund um die Vereinsarbeit. Auch neue Mitglieder wurden gewonnen.
Am 24. August folgt die zweite „Hirmon Kirwa“, diesmal zu Ehren des heiligen Bartholomäus. Erwartet werden Wallfahrer aus Greising. Am 14. September findet das Herbstkonzert des Wallfahrts- und Fördervereins um 18 Uhr in der Wallfahrtskirche St. Hermann statt. Organisiert von Sonja Stündler und Helmut Wengler, lassen die Musiker aus dem Landkreis ohne Gage die einmalige Aura des Ortes abwechslungsreich musikalisch erblühen. Auch die Burga-moasta-Muse ist mit von der Partie.
Aus den Erlösen der Frühjahrs- und Herbstkonzerte, aus Mitgliedsbeiträgen sowie Spenden kann der Verein immer wieder Erhaltungsarbeiten an der Wallfahrtskirche ermöglichen. Jüngst wurde die Fassade der Wallfahrtskirche strahlend weiß neu getüncht.
−sts

PNP Bericht 19.08.2025